Archiv für Juli 2011

Gemeinschaftsaktion ein großer Gewinn/Wir-Gefühl jetzt auch in Schillig

Wangerland/Schillig. Das Ortsbild Schillig stärker in das Bewusstsein der Gäste und auch der Wangerländer rufen, das ist das Anliegen der Schilliger um Thorsten Bruns. Mit dem Bau des Großparkplatzes am Ortseingang mit direktem Zugang zum Strand und Campingplatz in den 70er Jahren hat sich das Leben im Ort Schillig ganz und gar gewandelt, weiß der Ur-Schilliger aus eigener Erfahrung zu berichten. “Jetzt mit der Gemeinschaftsaktion Wangerland – Erde und Flut haben wir die Hoffnung, das zu ändern”, freut sich Pfarrer Lars Bratke, der ganz besonders das neu gewonnene Miteinander und das Wir Gefühl herausstellte. Der Lenkungsausschuss, in dem neben Jutta Bendiks (Horumersiel), Joachim Meyer (Hohenkirchen), Bernhard Eden (Minsen), Jochen Bausch (Schillig) auch Richard Herfurth und Henning Giesecke (Hooksiel) sowie Günther Brede (Gemeinde Wangerland) und Ute Draschba (Wangerland Touristik) vertreten sind, zeigte sich beeindruckt von dem zweiten Ortstermin “Wangerland blüht auf”.

Dass Schillig nicht nur Sommer, Sonne, Strand und Campingplatz heißt, sondern das auch auf der anderen Seite des Deiches Leben ist, dafür sollen markante Plätze unterschiedlichster Geometrie sorgen. Diese Plätze, die mit Bänken zum Verweilen einladen, sollen Schilligs Geschichte in großflächigen Aufnahmen erlebbar machen. Auf dem Viereck am Ortseingang zum Beispiel mit einer historischen Signalstation oder auf dem Kreisel mit einer Nachbildung des alten Leuchttums aus dem Watt. Es ist zudem geplant, das typische Landschaftsbilder aufzunehmen und stärker noch mit Horumersiel zusammen zu wachsen. Wie in Horumersiel soll die Spalierlinde als Baum die Ortschaft prägen. Es heißt nicht umsonst Nordseeheilbad Horumersiel-Schillig.

Ein dendrologisches Abenteuer verspricht der Dipl. Biologe Wolfgang Gedat: “Hinter dem Hotel Upstalsboom stehen wahre Schätze, die auf eine Abenteuerreise warten”. Gemeint ist der Baumbewuchs an dem Entwässerungsgraben innendeichs, wo einst die Bunkeranlage der Deichbatterie zu finden war. Gemeinsam mit Schülern der 4. Klasse möchte der Biologe diesen Baumlehrpfad gerne schon im Herbst auf den Weg bringen. Die Kinder werden bei der Bestimmung der Baum- und Straucharten aktiv einbezogen und gestalten den Lehrpfad mit einer entsprechenden Beschilderung unter fachkundiger Anleitung. Grünes Licht hat bereits der Deichband, der Naturschutz und der Landkreis signalisiert, so Wolfgang Gedat.

Das der Einsatz der Schilliger schon jetzt Spuren hinterlässt, konnte Günther Brede von der Gemeinde berichten. So werden in Kürze weitere Mülleimer am Hundestrand, im Ort und am Deichsicherungsweg aufgestellt und auch an der Verbesserung der Parksituation wird bereits gearbeitet. Insofern ist die Gemeinschaftsaktion “Wangerland blüht auf” schon jetzt ein großer Gewinn. “Wir rücken zusammen und helfen uns auch ortsübergreifend”, bestätigte der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Richard Herfurth aus Hooksiel.

Die weiteren Ortstermine sind für den 19. August in Minsen, den 26. August in Hohenkirchen und den 1. September in Horumersiel, jeweils um 10 Uhr, vorgesehen. Alle Orte des Wangerlandes sind aufgerufen, sich Gedanken um eine Verschönerung zu machen, diese Ideen zusammenzutragen und dem Lenkungsausschuss zu präsentieren. Erstmals wird sich die Gemeinde Wangerland mit dem auf mehrere Jahre angelegten Projekt im Frühjahr 2012 für den Bundeswettbewerb “Entente Florale” bewerben. Mehr im Internet unter www.erdeundflut.de oder in facebook.

Wangerland blüht auf – Hooksieler präsentieren Premiumprojekte

Gleich sechs Premiumprojekte präsentierte Hooksiel am Freitag für das Projekt Wangerland blüht auf. Mit einem starken Auftritt beeindruckte der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Richard Herfurth die Lenkungsgruppe um Joachim Meyer, Jochen Bausch und Jutta Bendiks. “Und wir werden nicht aufhören, weitere Ideen zu sammeln und auf den Weg zu bringen”, sicherte Richard Herfurth der Kommission zu.

In einer zweistündigen Ortsbegehung wurden die ersten sechs Hooksieler Projekte in Augenschein genommen. Henning Gieseke und Norbert Wissing vom Förderverein “Kunst- und Erlebnispfad” haben sich Gedanken gemacht um den Kreisel an der nördlichen Ortseinfahrt. Gleichzeitig denken beide über eine Reise unter dem Motto “Kunst am Strand” nach, wofür sich die Theaterfläche am Hooksieler Strand bestens anbietet.

Konkreter noch wird es bei “De Hooksieler”. Matthias Suckert hat mit dem letzten Fischkutter “Sturmvogel” im Alten Hafen Großes vor. Anke Müller stellte die Idee für einen Prominenten Park neben dem Azurit vor, wo besondere Pflanzungen von namhaften Gästen des Wangerlandes zum Verweilen einladen könnten.

Nicht ganz neu ist das Mudderboot des Seebadevereins. Der Vorsitzende Erwin Abels hat hier bereits Förderzusagen erhalten und arbeitet jetzt daran, die Gesamtfinanzierung zu sichern. Rund um das Gästehaus erläuterte Uwe Gaudian die Möglichkeiten des außergewöhnlichen Biotops.

Die anschließende Gesprächsrunde brachte es auf den Punkt: “Gemeinsam sind wir stark”. “Diese Botschaft”, so Richard Herfurth , “gilt nicht nur für Hooksiel, sondern für das gesamte Wangerland”. Mit einer spontanen Hilfsaktion in Ziallerns hatten dies die Hooksieler erst kürzlich eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit einem Augenzwinkern in Richtung Klaus Frankeser, dem Vorsitzenden des Seebadevereins Horumersiel-Schillig, stellte Richard Herfurth sogar die Unterstützung in Horumersiel in Aussicht.

Überwältigt von der Darbietung zeigte sich Joachim Meyer, der voll des Lobes für die Dorfgemeinschaft war. “Nur so können wir das Wangerland noch attraktiver machen und zwar nicht nur für uns, die hier wohnen, sondern gerade auch für unsere Gäste”, stellten Jutta Bendiks und Jochen Bausch fest.

Die nächste Bereisung der Lenkungsgruppe ist für Freitag, 15. Juli, 10 Uhr, vorgesehen. Dann steht Schillig auf dem Projektplan unter dem Motto “Wangerland Erde und Flut, Wangerland blüht auf”.